Turbolader sterben selten am Ladedruck. Sie sterben am Öl: Dreck im Zulauf, Koks nach dem Abstellen, zu wenig Druck in der Lagerebene. Wer einen kugelgelagerten Lader an einen Motor hängt, der schon Kilometer und Späne hinter sich hat, braucht eine letzte Barriere vor dem Lader – nicht erst im Hauptfilter, der drei Meter früher sitzt.
Das Arlows Öl-Zulauffilter-Kit Dash 6 ist genau diese Stelle: CNC-Aluminium, eloxiert, Anschluss Dash 6, drei Siebe 30 / 80 / 150 Micron im Lieferumfang, 34,90 €, Artikel AR3784. Shop-Satz: für die Zulaufleitung, die den Turbolader mit Öl versorgt; soll kleinste Verunreinigungen herausfiltern und kugelgelagerte Lader länger leben lassen.
Was du konkret bekommst
| Eigenschaft | Wert laut Produkt |
|---|---|
| Anschluss | Dash 6 / AN6 beidseitig |
| Siebe im Kit | 30, 80 und 150 Micron |
| Gehäuse | Aluminium, CNC, eloxiert |
| Einsatz laut Shop | Öl-Zulauf zum Turbolader |
| Preis | 34,90 € inkl. 19 % USt. |
| Artikel | AR3784 |
| Lieferung | sofort, 1–2 Werktage |
Ein Micron ist ein Tausendstel Millimeter. 30 µm ist fein (Ruß, feiner Abrieb), 80 µm die übliche Kompromissstufe, 150 µm grober Schutz gegen Späne und Dichtungsreste. Fein filtert besser – und setzt sich schneller zu. Ein zugesetztes Feinsieb ist kein Schutz mehr, sondern eine Drossel.
Zulauf ja, Rücklauf nie
Öl kommt unter Druck in den Lader und läuft nahezu drucklos, nur über Gefälle, wieder in den Block oder in eine Auffangwanne. Der Filter gehört ausschließlich in die Zulaufleitung.
Im Rücklauf erzeugt jedes Sieb Stau. Gestautes Öl im Lagergehäuse drückt in die Abdichtungen, der Lader „raucht“, das Lager läuft heiß. Deshalb: Filter nur feed, Drain so kurz, so dick und so steil wie möglich – ohne diesen Einsatz.
Warum gerade Kugellader empfindlich sind
Gleitgelagerte Serienlader verzeihen etwas mehr Schmutz im Ölfilm. Kugel- und Hybridlager haben enge Käfige und kleine Ölbohrungen. Ein Span, der am Hauptfilter vorbei oder aus einem neuen Kühlervorlauf kommt, frisst dort zuerst die Kugelbahn. Der Shop stellt das Kit genau in diesen Kontext – nicht als Ersatz für Ölwechsel und Hauptfilter.
Welches Sieb zuerst
- 150 µm: nach Motoröffnung, neuen Leitungen, frischem Kühler – grober Schutz in der Einschleifphase
- 80 µm: sinnvoller Alltagswert für die meisten Custom-Zuläufe
- 30 µm: nur wenn du das Sieb regelmäßig kontrollierst. Am Prüfstand und im Renneinsatz mit kurzen Wechselintervallen, nicht „einbauen und vergessen“
Nach den ersten Wärmegängen das Sieb öffnen. Goldglänzender Abrieb in der Einfahrphase ist Information, kein Grund zur Panik. Metallspäne in Flocken sind ein anderer Motor.
So sitzt der Filter in der Strecke
- Ölquelle: Blockanschluss, Sandwichplatte oder externe Pumpe.
- Leitung Dash 6 – Stahlflex oder PTFE je nach Temperatur und Medium.
- Filtergehäuse so, dass du es ohne Motorausbau erreichst.
- Weiter zur Ölzulaufverschraubung am Lader.
- Hitze am Krümmer: Leitung in Alu-Kevlar, nicht das Gehäuse an den Krümmer klemmen.
Anschlüsse: gerades Dash-6-Fitting oder PTFE-Fitting, wenn die Seele Teflon ist. Fehlt am Block das AN-Gewinde: Aufschweißadapter oder metrischer Einschraubadapter. Eine Stufe springen über Erweiterer & Reduzierer – den Zulauf aber nicht künstlich auf Dash 4 drosseln.
Banjo am Serienflansch: 16-mm-Ringstück auf Dash 6, plus passende Hohlschraube und Dichtringe.
Was der Filter nicht ersetzt
- Sauberes Motoröl und den Hauptölfilter
- Korrekten Öldruck in der Warmlauf- und Nachlaufphase
- Ausreichend großen, fallenden Öl-Rücklauf
- Nachlauf (Turbo-Timer / Leerlauf nach Last), damit das heiße Gehäuse das restliche Öl nicht verkokt
Ein 30-µm-Sieb vor einem lader, der mit 0,8 bar Öldruck und verkoktem Drain läuft, rettet nichts.
Außerhalb der reinen Straße
Dieselbe Zulauflogik gilt für Rallye, Drift, Prüfstand und Industrie-Turbolader an Generatoren. Überall dort, wo ein Fremdlader an einen gebrauchten Ölkreis kommt, ist ein kontrollierbares Sieb vor dem Lager billiger als eine Cartridge. Ohne Herstellerfreigabe bleibt es Custom – Druck und Temperatur der Anlage selbst auslegen, das Kit nennt keine Bar-Zahl.
Probleme und Lösungen
„Lader pfeift nach dem Einbau, Öldruck am Lager bricht ein.“
Sieb zu fein oder schon voll. 80 oder 150 µm, Gehäuse öffnen.
„Filter sitzt im Rücklauf, Lader qualmt.“
Sofort raus. Drain frei.
„Anschluss passt nicht an den Serienstutzen.“
Adapter oder Banjo, nicht das Gehäuse auf ein anderes Gewinde zwingen.
„Leitung wird am Krümmer weich.“
Falsche Seele oder fehlender Hitzeschutz. PTFE plus Hülse, Abstand zum Abgas.
Kurzentscheidung
Nimm das Kit, wenn ein Custom- oder Kugellader Öl aus einem Kreis bekommt, den du nicht zu 100 % kennst. Setz 80 µm als Start, kontrolliere das Sieb, lass den Rücklauf in Ruhe.
Produkt: Arlows Öl-Zulauffilter Turbolader Dash 6, 30/80/150 Micron. Leitung und Anschlüsse im Leitungssortiment und unter Schläuche – analog für Öl.
Häufige Fragen
Liegen alle drei Siebe bei?
Ja. 30, 80 und 150 Micron gehören zum Kit.
Nur Dash 6?
Dieses Gehäuse ja. Andere Leitungsgrößen brauchen Adapter oder ein anderes Filtermaß – den Zulauf nicht mutwillig verengen.
Kann ich 30 µm dauerhaft fahren?
Nur mit Kontrolle. Feiner = früher zu. Für Alltag ist 80 µm meist der bessere Kompromiss.
Gehört der Filter vor oder hinter die Pumpe?
Beim Turbo-Zulauf sitzt er in der Druckleitung zum Lader, nach der Ölquelle, so nah am Lader wie montagefreundlich – und immer erreichbar.
Reinigen oder tauschen?
Die Siebe sind kontrollier- und in der Regel reinigbar, solange das Mesh heil ist. Verbogen oder gerissen: nicht mehr verwenden.
Ersetzt das den Motorölfilter?
Nein. Es ist eine zusätzliche Stufe nur für den Laderzulauf.